Wabenhonig - Honig ganz naturbelassen genießen

Wabenhonig mit Bes(i)etzern - Bild: Melanie von Orlow
Wabenhonig mit Bes(i)etzern - Bild: Melanie von Orlow

 

Was ist "Wabenhonig"?

In vielen Ländern, wo Honigschleudern aus Edelstahl unerschwinglicher Luxus sind, ist es üblich, daß Honig in seiner Urform - als Wabenhonig - gewonnen und verzehrt wird.

Darunter versteht man Honig der samt Wabe gewonnen wird, indem die Wabe einfach herausgeschnitten wird. Der fragile, rein weiße Wabenbau kann bedenkenlos mitgegessen werden und manche schätzen gerade diesen Bestandteil wegen seines Geschmackes und seiner Natürlichkeit.

Warum ist Wabenhonig hierzulande nicht so verbreitet?

Man sollte meinen, daß das aufwendige Schleudern eigentlich eher für Wabenhonig spricht; läßt er sich doch rähmchenweise ernten ohne weitere Bearbeitung.

Dennoch ist Wabenhonig bei uns eher im Delikatessenbereich zu finden und wird portioniert mit Preisen von mehr als 25€/kg gehandelt.

Der Grund dafür ist zum einen, daß sich Wabenhonig zwar aus dem Rahmen schneiden läßt, doch daß er dann genau wie geschleuderter Honig gut verschlossen gelagert werden muß. Ein angeschnittenes Rähmchen wird sich kaum jemand in sein Honigregal stellen wollen. Daher wird Wabenhonig häufig in speziellen Holzsteckrahmen erzeugt, die in normale Rähmchen gesteckt werden und dort ausgebaut werden - diese Rähmchen kosten jedoch schon mal mehr als ein Honigglas und jedes Rähmchen muß mit einer Wachsbaulinie versehen werden damit die Bienen richtig bauen. Die Arbeit die also beim Schleudern gespart wird, muß als Vorleistung erbracht werden.

Spätestens nach dem Anbruch muß aber auch dieses Rähmchen dann in einer Dose verschwinden da es dann tropft und kleckert. Im Gegensatz zu Honig in Gläsern, der so sehr lange und stapelbar gelagert werden kann, ist das bei Wabenhonig schon schwieriger - in Gläser gestopft sieht er auch nicht mehr sehr appetitlich aus obwohl er trotz gequetschter Optik weiterhin ausgezeichnete Qualität hat - Imker können Wabenhonig im Gegensatz zu geschleudertem Honig also nur schlecht lagern.

Ein weiteres Thema ist die Wachsqualität - für Wabenhonig müssen die Bienen komplett selber bauen und nicht nur eine vorgegebene Mittelwand ausziehen. Selbst Bio-Mittelwände sind dicker als der natürliche Wabenbau und eignen sich allenfalls zum Abkratzen des Honigs aber nicht zum Verzehr. Solch ein Jungfernbau ist jedoch aufwendig und teuer - die Energie von 7 kg Honig fließt in die Erzeugung von 1 kg Wachs. Imker benutzen zudem den Wabenbau mehrfach und schleudern die Waben einfach nur aus - das spart den Bienen die Arbeit und sie können schneller und mehr eintragen. Wird der Wabenbau mit verkauft so bedeutet das erstmal ein Verlust an Arbeitsmaterial der durch Neubau ausgeglichen werden muß und damit automatisch eine geringere Gesamtjahresernte an Honig.

Wabenhonig ist daher zwangsläufig teurer als "geschleuderter" Honig da er viele, individuelle Arbeitsschritte erfordert.

Wo gibt es Wabenhonig?

Wenn Sie diese Köstlichkeit probieren möchten, dann kommen Sie zu uns - wir verkaufen um die Erntezeit (zwischen Mai und Juli) diese Leckerei direkt von der "Beute weg" (mit der Beute ist die Bienenbehausung gemeint). Wir geben Wabenhonig nur samt Rähmchen an Selbstabholer ab - das Ausschneiden und Verpacken (in "Tupperdosen" oder ähnlichem) können Sie hier vor Ort in selbst mitgebrachten Dosen vornehmen oder in Ruhe daheim.

Die Abgabe erfolgt nur Rähmchenweise wobei Sie von gut 1 kg Honig zzgl. Wabenwerk pro Rähmchen ausgehen können.

Da nur ein Teil der Rähmchen als Wabenhonig abgegeben werden ist zeitige Vorbestellung ratsam - am besten kurz anrufen oder per Email!

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