...allerdings nicht mehr von einem zum anderen, sondern von oben nach unten: Die Windeln der Ameisensäure-behandelten Völker haben sich gefüllt. Der Spitzenreiter (erwartungsgemäß einer der ehemaligen Sammelbrutableger), der tatsächlich eher sowas wie 6 Milben am Tag hatte fallen lassen, schüttelte rund 300 dieser Plagegeister runter. Erfreulicherweise auch scheinbar ohne größere Nebenwirkungen - keine toten Bienen oder Bienenpuppen vor dem Flugloch, sondern tatsächlich nur tote Milben auf dem Einschub. Die eher kühlen Temperaturen um die 20 Grad waren für die Verdunstung günstig und womöglich waren auch die schon recht kleinen und unter einer dicken Honigkappe gepressten Brutnester besser geschützt gegen die nachteiligen Wirkungen der Säure.

Interessanter jedoch waren die Ergebnisse der Völker, die nahe an den 5 Milben pro Tag waren aber noch nicht drüber...also eher so 2-3 Milben natürlichen Totenfall hatten und damit über denen lagen, die die meisten anderen hatten (nämlich eher 1 pro Tag). Auch diese habe ich behandelt und erstaunlich variable Ergebnisse erzielt. Einige schüttelten nur 10-20 Milben ab aber ein Kandidat tatsächlich rund 100. Das zeigt mir, dass diese 5 Milben-pro-Tag-Regel doch recht weit ausgelegt werden sollte - selbst wenn es noch nicht 5 sind, sollte man die Ausreisser nach oben doch eher behandeln denn es können sich schon ziemlich vermilbte Völker dahinter verstecken.

Da die Völker nun zunehmend Winterbienen erbrüten, muß die schädigende Mehrfachparasitierung unterbunden werden - also ran an den Feind!

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