Mit Glyphosat totgespritzt für die nächste AussaatDa sich Landwirtschafts- und Umweltschutzministerium in Berlin uneins sind und auch "von oben" keine Entscheidung kommt, wird sich Deutschland (mal wieder) enthalten wenn es darum geht, Glyphosat endlich von den Felder in der EU zu verbannen. Dabei sind die Probleme immens:

- Imker und Imkerinnen im Spreewald mussten erleben, wie ihre Kornblumenhonige aufgrund der in der Landwirtschaft erlaubt "Sikkation" (d.h. Abtöten des Feldaufwuchses zur besseren Ernte) bis in die Unverzehrbarkeit belastet wurden!

- immer häufiger sieht man "gelbe" Felder anstatt blütenreiche Brachflächen weil mit Glyphosat das gemacht wird, was jedem Gartenbesitzer in der Stadt streng verboten ist - "frei machen" von jedem Aufwuchs für die neue Einsaat! Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen & Co. finden immer weniger Futterpflanzen.

- In der Folge verarmt die bodeneigene Samenbank immer mehr denn manche Samen schlummern bis zu 10 Jahren im Boden ehe sie ihre Chance zum Keimen bekommen. Doch wenn das immer wieder unterbunden wird, ist einfach nichts mehr da was noch mal eine blütenreiche Fläche hervorbringen könnte. Ausbreitungswillige Pionierpflanzen machen es dann den Bauern noch schwerer auf Glyphosat zu verzichten - ein Teufelskreis!

- Glyphosat wurde von der WHO als "vermutliche krebserregend" eingestuft und nachdem über geleakte Unterlagen klar wurde, dass selbst das Bundesinstitut für Risikobewertung bei seiner Bewertung umfangreich aus den Zulassungsunterlagen des Herstellers abgeschrieben hat, darf an der Qualität dessen gegenteilig lautender Stellungnahme gezweifelt werden. Daten aus Argentinien stützen die Bedenken gegen das Herbizid - bereits 2015 forderten dort rund 30.000 Mediziner die Beendigung der Nutzung. Ein Bildband zeigt mutmaßliche Folgen des Mittels.

- Der allgemeine Druck erzwang bereits eine Anhörung im EU-Parlament zu diesem Thema.

- Nahezu in allen Getreideprodukten findet sich inzwischen Glyphosat und das Mittel beeinträchtigt die Bodenfruchtbarkeit und wird in Oberflächengewässer verfrachtet.

 

Am 25.10.2017 wird wieder auf EU-Ebene beraten und Deutschland sollte mehr leisten und wie Frankreich, Italien und Österreich gegen die Zulassungsverlängerung stimmen. Die Fraktion der Grünen im EU-Parlament hat deshalb diese Petition gestartet.

Daher Mitmachen und Unterzeichnen: https://www.change.org/p/bundesregierung-stoppt-die-verl%C3%A4ngerung-d…

 

Teilen

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer